Gegrillter Radicchio, "Radicchio ai ferri"



Das Rezept stammt aus dem Buch "Italien vegetarisch" von Claudio Del Principe und Herausgeberin Katharina Seiser, das bereits im vergangenen September erschienen ist. Claudio schreibt zu diesem Rezept: "Man muss dieses fein - herbe Blattgemüse mit den komplexen Bitternoten nicht mögen - man muss es lieben! " In der Tat, man muss es!  

Als Freund der eher kräftigen Aromen habe ich mich dann zum ersten Nachkochen daher für dieses Gericht entschieden. Leider verliert der Radicchio durch das Anbraten seine schöne Farbe. Aber hier geht es vor allem um Geschmack, der wie zu erwarten, köstlich war! Hier bestätigt es sich wieder: Gerichte können so schlicht und einfach sein, Garant für Geschmack und Genuss ist immer die hohe Qualität der verwendeten Lebensmittel. Da ich mittlerweile mehr und mehr vegetarisch esse, ist dieses, in Wort und Bild mit viel Sorgfalt gestaltete Kochbuch eine willkommene Bereicherung in meiner Sammlung.









Gegrillter Radicchio, "Radicchio ai ferri"

Zutaten:

4 Radicchio Rosso di treviso tardivo (länglicher Radicchio)
feines Meersalz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Olivenöl extra vergine
Käse (z.B. Taleggio, Montasio oder Gorganzola) (( ich hatte Taleggio verwendet))
frischer Thymian

Zubereitung:

Äußere Blätter vom Radicchio entfernen, Stiel mit einem scharfen Messer säubern, aber dranlassen, damit die Blätter nicht abfallen. Ganzen Radicchio unter fließendem Wasser kurz abbrausen und abtropfen. Der Länge nach durch-schneiden. Salzen, Pfeffern und mit wenig Olivenöl beträufeln.Ca. 5 Minuten von beiden Seiten auf dem Grill rösten oder in einer Grillpfanne braten. Zum Schluss nach Belieben Käse darüber schmelzen lassen und mit frischem Thymian aromatisieren.

Kommentare

  1. Ich bekomme bei uns so selten Treviso, daher habe ich es mit normalem Radicchio probiert, optisch nicht so schön, aber geschmacklich kam es nahe an 'wunderbar' heran. Ich habe übrigens noch etwas Bottarga darüber gerieben, auch wenn es dann nicht mehr zu vegetarisch passt. Sobald ich wieder im Tessin bin, wird es nochmal mit Treviso ausprobiert und verbloggt.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Den "normalen" Radicchio werde ich auf diese Art auch noch ausprobieren. Mit etwas
      Bottarga stelle ich mir das auch lecker vor, danke für den Tipp!

      Löschen
  2. Gegrillter Trevisiano steht bei uns im Winter häufig am Tisch. Statt Tymian gibt es bei uns Aceto Balsamico auf den rohen Trevisiano gesprüht, das karamelisiert so fein und bringt eine leicht säuerlich-süsse Note zur Bitternis.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Schöne Idee mit dem Balsamico. Dass das passt, kann ich mir sehr gut vorstellen!
      Wird ausprobiert!

      Löschen

Kommentar veröffentlichen

Beliebte Posts