Ein Pilzstrudel mit Mangold

Mangold und ich werden wohl nie wirklich "warm" miteinander werden.Schön klingt er ja durchaus vom Namen. Und es war letztendlich das intensive, leuchtende Rot dieses Stielmangolds, das mir auf dem Markt schon bei Weitem ins Auge gesprungen ist und mich zu seinem Einkauf  gebracht hatte. Mangold lässt sich aufgrund seiner Inhaltsstoffe durchaus mit Spinat vergleichen. Doch sein Geschmack empfinde ich deutlich intensiver, bitterer, fast irgendwie derb. Die Stiele sind grobfaserig, seine Blätter fühlen sich dick und "fleischig" an.  Bei den bisher wenigen, 2-3 Kochsessions, in denen ich Mangold in der Küche verarbeitete, wurde er zum Befüllen mit Fisch und  Geflügel verwendet, dann meistens gratiniert und wegen seinem intensiven Geschmack dabei mit kräftigen Aromen wie Pfeffer, Knoblauch und  Senf gewürzt. Denn das verträgt er auch.
Schlussendlich hatte ich bei diesem Gericht nur die zarten jungen Blätter im Dampfbad gegart, sie vor dem Anrichten in einem Gemisch aus Butter und Olivenöl mit Knoblauch und reichlich Zitronenabrieb geschwenkt.
Der Pilzstrudel war dagegen fein. Mittlerweile ist das Angebot an Pilzen entsprechend der immer kälter werdenden Jahreszeit auf dem Markt begrenzt, doch hatte ich das Glück, für meinen Pilzstrudel eine Handvoll Pioppini zu bekommen. Diese sehr aromatischen Pilze,(es lassen sich natürlich auch andere Pilze verwenden) wurden zunächst gesäubert, geschnitten, mit einer fein gewürfelten Schalotte in Butter-Erdnussöl angebraten, anschliessend mit den zuvor ohne Öl angerösteten Kürbiskernen vermischt, mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt, und anschliessend als Füllung für den Strudelteig verwendet. Der wanderte für ca. 20 Min bei 180° in den Ofen. Für 100 gr Pilze habe ich eine Handvoll Kürbiskerne verwendet. Die Menge reichte für zwei Portionen. Mit den zubereiteten, leicht bitteren, jungen Mangoldblättern wurde es schlussendlich dann doch noch eine sehr schöne,vegetarische Vorspeise.


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