Sonntag, 26. August 2012

Vitello Tonnato mit Wildkräutersalat



Mein erstes Vitello Tonnato wäre fast daneben gegangen, hätte ich nicht nach ungefähr 40 verstrichenen Minuten zu meinem Bratenthermometer gegriffen. Bereits über 60 Grad Kerntemperatur hatte der schöne Kalbsrücken mit einem Gewicht von ca 850 Gramm. Fast schon zu spät, denn etwas trocken war das Fleisch schon. Die Scheiben Vitello wollte ich eigentlich viel dünner schneiden, aber ohne elektrische Aufschnittmaschine gestaltet sich das mehr als schwierig. Und das mit den Kapern ist ja so eine Geschmacksache, mir schmecken sie nicht wirklich. Aber zum Vitello Tonnato gehören sie einfach dazu. Den Salat habe ich nur mit etwas Limettensaft, Olivenöl, Salz und Pfeffer gewürzt.
Ein wunderbar passendes Gericht angesichts der zur Zeit herrschenden, heissen Temperaturen. Da isst man gerne einmal kalt. Inspiriert wurde ich von einem Rezept von E&T. Aber Vorsicht mit der Garzeit, denn da werden 1 1/2 Stunden angegeben.

Donnerstag, 16. August 2012

ChiliGarnelen mit ZitronenMinz-Risotto, ChiliKresse



ChiliKresse kannte ich bisher noch nicht, das war ein Mitbringsel von meinem heutigem Einkauf aus dem Frischeparadies.Googeln brachte informativ dazu rein gar nichts.Vom Geschmack und Schärfe gleicht sie eher gewöhnlichen Radieschen. Daher sind sie hier nur als Deko gedacht. Für die gewünschte Schärfe wurden die Garnelen in einem Gemisch aus Chiliöl, Knoblauch und Butter gebraten, vor dem Servieren mit Salz und Piment Espelette gewürzt.Das klassisch zubereitete Risotto wurde mit Apfelminze, Zitronenverbene und Zitronenabrieb aromatisiert.
Das passte wunderbar.Mit dem Bild und dem Licht hatte ich hier wirklich Glück: pünktlich auf den Moment schien die Abendsonne in meine Küche.

Zwiebelflammkuchen



Ok, noch ist es nicht wirklich Herbst, die Zeit jungen Weins, zu dem gern auch ein Stück Zwiebel- oder Flammkuchen gereicht wird. Noch haben wir definitiv Sommer, ich hatte einfach spontan Lust auf den Geschmack gerösteter Zwiebeln bekommen. Oder vielleicht waren es auch die tomatenlastigen Pizzavarianten der vergangenen Zeit, die mich dann irgendwann auf Zwiebel- bzw. Flammkuchen brachten.
Bei Zwiebelkuchen fühle ich mich ein wenig an meine Kindheit im Schwoabeländle erinnert, an die Schwarzwald-hochstrasse, die hinunter ins Badische, ins Rheintal führt, und weiter ins Elsass, wo sie den Zwiebelkuchen Flammkuchen nennen, aber womit doch eigentlich im Grunde genommen (fast) das Gleiche gemeint ist. Nenne ich also meine klassische Kuchenvariante mit Zwiebeln und Speck einfach Zwiebelflammkuchen. 
Dafür  wurde der Teig sehr, sehr dünn ausgerollt.  Hier habe ich für den Belag Sauerrahm mit einem zusätzlichen, verquirlten Ei ausprobiert, aber ich bevorzuge doch lieber die pure Version. Die sehr dünn geschnittenen Zwiebelringe wurden bereits vorher glasig angedünstet, der Speck leicht angeröstet, der Kuchen nach dem Ofen noch mit reichlich Schnittlauch bestreut. Einfach und rustikal, so wie ich es gerne mag.

Donnerstag, 2. August 2012

Fischtag



Lachstatar mit Roter Beete: Wiederholungstat
Diesmal war der einreduzierte Balsamico von der Süße genau richtig, und die Rote Bete gefällt mir in dünnen Scheiben viel besser als wie beim ersten Mal in Würfel geschnitten.Der frischgeriebene Meerrettich wurde mit Sauerrahm vermengt, nur etwas Zitronenabrieb dazugegeben, mit Salz und weissem Pfeffer abgeschmeckt. Mit dem Lachs hatte ich hier wirklich Glück, das war absolute Topqualität.









Bachsaiblingsfilet, Kartoffel-Gurkensalat, SüsserSenf-Vinaigrette
Ein Sushi mit heimischen Fischen in Kombination mit typischen Lebensmitteln der bayerischen Küche schwebt mir schon seit längerem vor, da würde ich gern ein wenig experimentieren.Nur den wirklichen Fischhändler meines Vertrauens habe ich dafür bisher immer noch nicht entdeckt. Herausgekommen ist etwas anderes, das schöne Filet vom Bachsaibling wurde dann u.a. doch lieber wieder pochiert. Die Methode des Beizens wäre natürlich auch eine Alternative und wird wohl das nächste Mal ausprobiert werden.