Montag, 30. Januar 2012

Die Sache mit den Hippen



Leckeres Fingerfood wollte ich neulich wieder einmal als kleinen Appetizer machen, und dabei ein Hippenrezept ausprobieren, bei dem komplett auf die Zugabe von Zucker verzichtet wird. Also ideal für die Befüllung mit eher salzigen Mitteln und Aromen. Auch wenn ich mich strikt an das Rezept gehalten habe, es wollte mir auch beim zweiten Anlauf partout nicht gelingen. Ärgerlich, dass ich meine Notizen darüber nicht aufgehoben habe. Hätte mir jemand an dieser Stelle vielleicht ein gelingsicheres Hippen-Teigrezept (ohne Zucker)?

Die eingekauften Lebensmittel wollten letztendlich verarbeitet werden, so griff ich auf ein schlichtes Teigrezept zurück, mit dem ich eigentlich Tortillas herstelle: (Maismehl),Weizenmehl, Wasser, etwas Salz und Öl.
Dann portioniert und zu kleinen MiniTortillas ausgerollt, und diese dann nicht in der Pfanne erhitzt, sondern in kleine Silikonförmchen ausgelegt, und diese wiederum zum Garen in den vorgeheizten Ofen gegeben.
























Das Resultat war wunderbar! Von der Konsistenz sehr stabil, viel stabiler als Filotteig, ausserdem ebenfalls lange haltbar. Vom Teig her noch etwas zu dick, und auch als Appetizer portionsmässig zu gross geraten, aber es gibt ja für alles immer ein erstes Mal.
























Verschiedene Tortelettes: hier im Vordergrund mit Ziegenfrischkäse, Raukepesto und gerösteten Pinienkernen

Donnerstag, 26. Januar 2012

Think Pink!

























Neulich beim Markteinkauf sah ich beim Obsthändler diese interessant klingende Kreuzung aus Orange und Grapefruit. Schmecken sollte sie auch dementsprechend, meinte die Verkäuferin. Leider habe ich versäumt, nach dem Namen zu fragen. 
Jedenfalls bot sich eine gute Gelegenheit, wieder einmal diese Kombination aus etwas Frucht, knackigen, grünen Zuckererbsen und Jakobsmuscheln mit Pasta und Safransauce zu machen. Klingt erst einmal abenteuerlich, schmeckt in der Kombi aber wirklich lecker. So ganz Pink war die Orangengrapefruit dann doch nicht, geschmacklich lag sie aber tatsächlich irgendwo in der Mitte.


Montag, 23. Januar 2012

Kalbsleber mit Paprikapüree und eingelegten Zwiebeln

























Wenn ich Leber esse, dann bevorzugt als verarbeitetes Mousse z.B. für eine Pastafüllung, so wie es auch im vorherigen Posting beschrieben wird.
Diesmal wollte ich die Leber anders zubereiten, entstanden nach einer Rezeptidee von E&T. Zwei Fehler sind mir dabei unterlaufen: die Leberscheiben waren nicht dünn geschnitten, und ich hatte sie mit zu hoher Hitze angebraten. Dennoch war das Ergebnis wunderbar, und die Beilagen passten bestens dazu.
























Die in Essig eingelegten Zwiebeln habe ich am Vortag wieder nach diesem Rezept gemacht, übrigens einer meiner ersten Postings von Dezember 2006. Wie die Zeit vergeht! Auf die Zugabe von Wein habe ich diesmal jedoch verzichtet. Ab und an mache ich die Zwiebeln als Appetizer mit etwas geröstetem Weissbrot, etwas Butter. Auch hier zur Leber und zum Feldsalat waren sie köstlich!
Das Paprikapüree: 1 rote Paprika nach bekannter Methode häuten, mit einer gegarten Kartoffel, einem Esslöffel Butter und einem kleinen Schuss Sahne pürieren, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Zusätzlich hatte ich dazu noch einige frische Blätter Salbei frittiert. War lecker, wird wiederholt!

Maultaschen mit Kalbsleberfüllung und Salbeisauce
















































Der Teig ist hier wie bei meinen Ravioli identisch, aber ich bezeichne sie einfach als Maultaschen, weil die Teigtaschen diesmal viel größer und rechteckig ausgefallen sind. 
Die Füllung besteht aus Kalbsleber. Die wird zunächst kleingeschnitten, mit Butter zu glasig gedünsteten Schalotten gegeben und kurze Zeit später mit Cognac abgelöscht. Es folgen Orangenabrieb, etwasThymian und Majoran, zum Schluss ein wenig Sahne. Wenn alles abgekühlt ist, wird die Leber und ein Teil des Suds zu einer Mousse püriert, für die spätere Füllung nur noch mit Salz und weissem Pfeffer abgeschmeckt. 
Für die Sauce zunächst eine kleingeschnittene Schalotte in Butter anschwitzen, mit einem guten Schuss Noilly Prat ablöschen, kurze Zeit später etwas Gemüsebrühe und reichlich ( je nach Intensität ) grob gehackten Salbei dazugeben, etwas einköcheln lassen.Durch ein Sieb passieren, mit einem Schuss Sahne vorsichtig wieder erhitzen, nur mit etwas Salz abschmecken. 
On Top kam dann noch etwas frisch geriebener Gran Padano. Etwas farbliches Kräutergrün hätte vielleicht noch die Optik verbessert, ich hatte es einfach in dem Moment vergessen. Aber so wie der Teller farblich "weiss" aussieht, könnte er jetzt zusätzlich beim Blogevent von Highfoodality mitmachen.

Sonntag, 22. Januar 2012

Schwarzwurzelsüppchen mit Schwarzem Heilbutt

































Uwe hat in seinem Blog "High Foodality"  zum Blogevent "Cookbook of Colors" aufgerufen. Farben sind also das Thema. Durch das ganze Jahr 2012  wird  die komplette Farbpalette "abgekocht", gestartet wird jetzt im Januar mit "Weiss". Am Ende soll davon sogar ein digitales Kochbuch erscheinen.Eine wunderschöne Idee, da mache ich doch gerne mit, sind Farben doch für mich jederzeit ein beliebtes Küchenthema.
Bei Weiss musste ich gleichzeitig an Schwarz denken. Nach so einigen, lustigen "Brainstorming"-Momenten, und nach zufälliger Entdeckung von Schwarzem Heilbutt beim Fischhändler, ist letztendlich dieses Rezept entstanden. Ein schmackhaftes Süppchen mit kleiner Fischeinlage. 
Bei der Umsetzung habe ich diesmal sogar die Zutaten und Garzeiten notiert, und dafür auch extra noch die weisse Tischdecke ausgepackt!

Schwarzwurzelsüppchen mit Schwarzem Heilbutt


Zutaten: für 4 Personen

1 kg Schwarzwurzel
ca. 1L Gemüsebrühe
1 Schalotte
1 EL Butter
1 sehr guter Schuss Noilly Prat
200 gr Heilbutt
100 gr Sahne
3 daumengroße Stücke Meerrettich 
eine Prise Zucker
Salz und weisser Pfeffer

Deko: Schwarzes Hawaiisalz

Zubereitung:
Die Schwarzwurzeln unter fliessendem Wasser abbürsten, schälen, und in kleine Stücke portionieren. Die Schalotte würfeln und mit der Butter glasig dünsten. Mit Noilly Prat ablöschen, die Schwarzwurzel dazu geben, anschliessend die Brühe. Alles für ca. 20 Minuten bei kleiner Flamme köcheln lassen.
In der Zwischenzeit den Meerrettich fein raspeln, durch ein Küchentuch pressen, bzw. je nach gewünschter Intensität den Meerrettich dazugeben und mit der Sahne steif schlagen, mit etwas Salz abschmecken.
Den Heilbutt in mundgerechte Stücke portionieren, Salz und Zucker in etwas Wasser geben, zum Kochen bringen, darin mittels Dämpfeinsatz den Fisch ca. 4 Min garen. Die mittlerweile gegarten Schwarzwurzeln pürieren, durch ein Sieb passieren, mit einem Schuss Sahne in einem Topf wieder erhitzen, mit Salz und weissem Pfeffer abschmecken. Den Heilbutt in die Mitte eines Suppentellers legen, das Süppchen vorsichtig dazugeben, noch etwas Meerettichsahne dazu, und zuletzt etwas schwarzes Hawaiisalz darüber streuen.


HighFoodality Blog-Event Cookbook of Colors

Dienstag, 17. Januar 2012

Garnelen mit Linsencurry und jungem Spinat


Höchste Zeit hier endlich wieder upzudaten, nachdem sich mittlerweile die neuen Postings in meiner Warteschleife stauen. Schlimm genug, dass ich mir für die ausprobierten Rezepte wieder einmal so gut wie keine Notizen gemacht habe.
Bevor ich also Gerichte, Zutaten und Zubereitungsarten gänzlich vergesse und die Bilder dann eher als Rätsel betrachtet werden, poste ich in Folge lieber schnell die neuen Rezepte. 
























Garnelen mit Linsencurry und jungem Spinat

Angefangen beim Linsencurry und den Garnelen. Nach diversen Wild - und Bratengerichten stand mir der Sinn wieder nach etwas "Exotischem". 
Ähnliches hatte ich bereits hier einmal ausprobiert. Vorab wurden hier wiederholt Koriandersamen und Kreuzkümmel angeröstet, anschliessend gemörsert und zu den Linsen gegeben.Dazu diesmal allerdings nur eine sehr milde Curry-Java-Mischung, damit nicht dabei der zu den Linsen beigefügte, junge Spinat geschmacklich untergeht. Der wurde nur wenige Augenblicke in einer Pfanne mit heissem Olivenöl erhitzt..hat letztendlich mit seiner leichten Bitterkeit sehr gut dazu gepasst.


Feine Weine 003

























Selbst einem Wein-Laien wie mir gelingt es auf Anhieb, den Creative Block 2 geschmacklich zu beschreiben: Riecht man zuerst seinen Duft, probiert darauf einen kleinen Schluck, dann ist es fast so, als ob man in eine Blumenwiese eintauchen würde: grasig, leichte Frucht, etwas blumig. Wunderbar! Jeder Spier Creative Block wird nach der Anzahl der verwendeten Rebsorten benannt. Hier steht die 2 für Sauvignon Blanc und Semillon.

Und der Statistik wegen: Der Marques de Velilla Crianza 2006 ist ein im Barrique gereifter Tempranillo aus Ribera del Duero, Spanien. Nicht nur in der Farbe, auch mit seinen 14% Umdrehungen sehr kräftig im Geschmack. Insgesamt ganz ordentlich, haut mich jetzt aber vor Begeisterung nicht wirklich vom Hocker.