Mittwoch, 25. Mai 2011

Unter weissblauem Himmel Teil 2
























Die gewünschte Wohnküche ist nun mittlerweile gefunden, und bevor alles darin seinen Platz gefunden haben wird, macht
"Grüsse aus der Küche" hier noch einmal eine (hoffentlich nur) kurze Pause.

Dienstag, 24. Mai 2011

Lamm vom Feinsten
























Mit Thymian gekräuterter Lammrücken, Steinpilzsauce und Kartoffelgratin

Das Gericht ist nicht aussergewöhnlich, ich weiss. Und warum schon wieder Kartoffelgratin? Na, weil es lecker schmeckt, und sich in meiner momentanen Improvisationsküche leicht zubereiten lässt. 

Aber eigentlich möchte ich an dieser Stelle  meinen (Noch-)Metzger um die Ecke loben. Bekommt er seineTiere von einem Bauernhof am Ammersee. Aus artgerechter und schonender Haltung, wie er sagt. Und ich glaube ihm. Denn ich habe wirklich selten Fleisch in dieser Qualität gegessen. Und ich habe bisher viel Fleisch gegessen. 

Ob Lamm, Rind oder Kalb: bisher war ich mit seinen Produkten mehr als zufrieden. Das sage ich ihm auch. Und seine Weisswürste sind geschmacklich der Hammer! ( OK, ich bin ein Nordlicht). Und wenn ich bei ihm Hackfleisch ordere, so wird es frisch vor meinen Augen durch den Wolf gedreht. Hatte ich so etwas überhaupt schon einmal in einer Metzgerei erlebt? Mein Fleischkonsum hat sich durch dieses Qualitätsbewusstsein jedenfalls radikal verändert, bzw. stark eingeschränkt. Ein guter Effekt, wie ich finde.

Die Sache mit den Morcheln
























Neulich im Angebot: Morcheln aus der Türkei. Um die 4 Euro für 100 gr. Gegessen hatte ich sie schon. Aber ich hatte bisher noch nie frische Morcheln selbst zubereitet und auf meiner Einkaufstour überhaupt kein Rezept dafür im Kopf gehabt. Ein schönes Rinderfilet hatte ich mir dann dazu gegönnt. Ich hatte es dabei gut gemeint. Mit frischem Thymian, einer Rahmsauce und mit Kartoffelgratin. 
























Später im Netz habe ich gelesen, dass Morcheln eher zu hellem Fleisch passen würden, zu grünem Spargel etc. Ja, kann ich mir vorstellen, war ich doch auch ein wenig enttäuscht von der geringen Geschmacksintensität der verkosteten Morcheln. Also ein zweiter Anlauf, genau eine Woche später: der Händler hatte diesmal keine Morcheln im Angebot.

Auf zum Viktualienmarkt! Man sagt, man würde dort alles bekommen. In der Tat. Nach längerer Suche Morcheln gefunden. Mir fielen die Augen raus: 14.50 Euro. Für 100 gr. Gut. Alles hat seinen Preis.Aber irgendwann hat auch mein "Morchelwahn"  eben ein Ende. Aber die bei meiner Rezeptrecherche entdeckte Idee von den mit Entenleber gefüllten Morcheln werde ich dennoch irgendwann einmal ausprobieren wollen.

Sonntag, 22. Mai 2011

Weine,Weine,Weine












































Die verkosteten Weine der letzten Wochen als Bildnotiz. Meinen zukünftigen Weinhändler habe ich hier in München noch nicht finden können. Zur Zeit greife ich tendenziell ins Regal mit österreichischen Weinen. Ausnahmen bestätigen die Regel. ;) 

Spargel mit Garnelen und warmer Kerbelbutter


























Spargel mit Garnelen und warmer Kerbelbutter.Ganz einfach nur mit einem Hauch Knoblauch, Zitrone, Salz, schwarzer Pfeffer, frischer Kerbel.
Dieses Jahr habe ich nicht so wirklich Lust auf Spargel. Vielleicht liegt es auch an meiner momentanen Improvisationsküche. Aber bevor die Saison wieder zu Ende geht, gibt es noch das ein oder andere Gericht. Der Spargel kommt aus Schrobenhausen, ein grosses Spargelanbaugebiet nördlich von München. 


Jakobsmuschel einmal anders

























Jakobsmuschel  einmal anders. Es war noch Baby-PakChoi übrig. Angerichtet mit Shitakepilzen.

Dienstag, 17. Mai 2011

Muskat ist Gift


































Muskat ist Gift. Das fiel mir neulich beim Muskatreiben wieder ein. Manche bekommen dadurch Rauschzustände. Größere Mengen Muskatnuss können zu schweren Delirien führen (Halluzinationen, Orientierungslosigkeit, Gedächtnisstörungen), die über mehrere Tage anhalten. (Quelle:Wiki)  
Aber wer gibt sich denn auch ausgerechnet mit Muskat die Kante? Ich finde Muskat einfach wunderbar. Sieht allein die Nuss und ihre innere Maserung nicht wunderschön aus? Sie fühlt sich wie Holz an und riecht dabei wunderbar. Es gibt diese ewigen Klassiker, denke ich da zum Beispiel an Spinat oder Kartoffeln, denen sie als wohldosiertes Gewürz eine geschmackliche Vollendung schafft. Ein wenig frisch gemahlenen Muskat habe ich zuletzt auch bei PakChoi ausprobiert. Lecker war´s.






















Zander mit kross gebratener Haut, Baby Pak-Choi und Kartoffelgratin

Sonntag, 15. Mai 2011

Seeteufel, Spargel, Safranorangenestragonsauce


























Als ich neulich wieder einmal im "Frischeparadies" stand, hatte ich noch nicht wirklich einen Plan betreffend Einkauf.
Ich habe mich dann einfach vom Angebot inspirieren lassen. Das Pochieren funktioniert bestens auch mit Seeteufel. Der hier entstandene Sud wurde angereichert mit Safran, etwas Saft einer Orange und frischem Estragon. Dazu als Beilage grüner Spargel. Zum Schluss noch in Butter angeröstete, gehackte Mandeln und Brotkrumen darüber verteilt. Als begleitenden Wein gab es einen Grauburgunder 2010 von Holger Koch, vom Kaiserstuhl.

Pochiertes Zanderfilet


























Pochiertes Zanderfilet mit Bärlauchkartoffelstampf und frittierter Petersilienwurzel

Eigentlich bevorzuge ich Zander mit knusprig gebratener Haut. In diesem Fall wollte ich ihn schonend garen,  um aus dem Sud mit Wein, Gemüsefond, Zwiebel und Sahne eine Sauce zubereiten. 

Die einen nennen ihn Bählauch, die andern lieben ihn: Einmal im Jahr gibt es jedenfalls auch in dieser Küche Bärlauch. Das Gericht hatte ich schon vor einer Weile zubereitet, und bevor die Bärlauchsaison wieder vorbei ist, poste ich dies Gericht noch schnell. Unter dem Kartoffelstampf wurden feingeschnittene Blätter vom jungen Bärlauch untergemischt.

Die Streifen der frittierten Petersilienwurzel gestalteten sich als etwas schwierig zu essen. Gehobelte Chips wären da wohl besser gewesen.   

Dienstag, 10. Mai 2011

Unter blauweissem Himmel
























MoinMoin und ein Servus,

jetzt sind es bereits über 4 Monate hier in München. Höchste Zeit, dieses Blog wieder zu beleben, auch wenn nach wie vor in einer 2-3 qm Küche eher improvisiert werden muss und eine einfache Küche gekocht wird. Mein Kochmesser hatte ich mitgebracht,  mittlerweile u.a. eine Pfanne und einen Bräter erstanden. Und natürlich darf für mich auch der fast schon obligatorische, weisse Teller für´s Bildermachen nicht fehlen. 

Trotz der Improvisation: Die qualitativ gute Infrastruktur ist zum Glück vorhanden: Ein wirklich guter Metzger und Bäcker liegen fußläufig in der Nähe, eine "Frischeparadies"-Filiale befindet sich auf dem Schlachthofgelände um die Ecke, und wenn mal etwas nicht erhältlich sein sollte: mit dem Rad sind es nur ein paar Minuten bis zum Viktualienmarkt. Beste Genussvoraussetzungen also. Weitere Berichte werden folgen. 

Apropos Küche:
Sollte hier einer der geschätzten Leser ganz zufällig eine große Wohnküche in Bayerns Metropole zu vermieten haben, (vielleicht so mit 2-3 zusätzlichen Zimmern? ) ;-), so bitte ich um Kontaktaufnahme. Eine erfolgreiche Vermittlung wäre mir auf jeden Fall eine Einladung zu einem exklusiven Dinner für 2 Personen wert!