Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...

Mittwoch, 16. November 2011

Vongole Minga

























Vongole hatte ich hier schon mehrfach gepostet,  weil ich einfach diese schlichte Variante ihrer Zubereitung so sehr liebe: mit einem Schuss gutem Olivenöl, wenig Tomate, einiges an feingehacktem Knoblauch und reichlich glatter Petersilie. Ein schönes Beispiel dafür, wie man mit wenig qualitativen Zutaten ein einfaches, aber wunderbares Essen zubereiten kann. Am besten natürlich mit selbstgemachter Tagliatelle,  auch wenn diesmal die Nudelbreite mehr nach Papardelle ging. 
























Vergangenen Samstag habe ich mir zur Feier, zum ersten Mal hier in Minga Vongole eingekauft..wo? Klar, auf dem Viktualienmarkt, da gibt's ja bekanntlich alles, dafür leider im zumeist höherem Preissegment. Warum eigentlich? Während in HH der nächste, "normale" Fischladen gleich um die Ecke liegt, wird auf dem Viktualienmarkt der Verkauf von Fisch und Meeresfrüchten in eher exklusiv wirkendem Ambiente angeboten. Auf einen der wenigen Fischhändler fiel spontan meine Wahl, nach dem ich dort in den Auslagen einige Netze meiner Lieblingsmuscheln entdeckt habe. Draussen vor dem Laden austernschlür-fendes Klientel, dabei Sekt- und Weingläser schwingend mitten im hektischen Markttreiben, aber wer es halt so mag.. drinnen reichlich Personal, einheitlich uniformiert, aufmerksam, sehr kundenfreundlich orientiert. Angebot und Nachfrage ist groß. 
Das rechtfertigt jedoch nicht den Preis: Über 11 Euro für ein halbes Kilo Muscheln. Ich meine mich zu erinnern, in HH um die 14 für ein ganzes Kilo gezahlt zu haben. Damit wären die Muscheln fast doppelt so teuer, obwohl spontan, und eher pragmatisch gedacht, MUC doch eigentlich näher am Mittelmeer liegt. Noch ein kritisches Urteil über die Qualität der eingekauften Vongole: ich hatte schon bessere Ware vor mir auf dem Teller liegen: Trotz reichlicher Wässerung waren die Muscheln immer noch sandig, und das Muschelfleisch selbst war nicht gerade üppig, aber immerhin vongoletypisch sehr aromatisch. Daher geschmacklich dennoch ein kleines, feines und genussvolles Festessen.

























Kommentare:

  1. Ich vermute Mal, es gibt in HH wesentlich mehr gute Fischhändler als in Minga und mehr Konkurrenz. Und mehr Affinität der Bewohner zum Meer und seinen Bewohnern. Auch wenn das Mittelmeer weiter weg ist. In Wien sieht es übrigens ähnlich aus wie in Bayern und in Restösterreich sowieso sehr triste, was das Meeresfischangebot betrifft.

    AntwortenLöschen
  2. Das ist doch immer wieder ein wunderbares Schlemmen. Vongole geht immer.

    AntwortenLöschen
  3. kann mir das in M. richtig gut vorstellen, herrje, in F. würtde keiner mit Auster und champagne vor der poissonnerie stehen!

    AntwortenLöschen
  4. @Eline:
    Für HH mag das Mittelmeer fern sein, dafür liegt es an der Waterkant, und ist in jedem Fall ein bedeutend grösserer Warenumschlagplatz für Fisch und Meeresfrüchte für den Grosshandel als Bayerns Metropole. Nur so kann ich mir auch die extremen Preisunterschiede erklären. Schön aber hingegen, dass dafür in unseren Regionen ausgezeichnete Süsswasserfische erhältlich sind!

    @chezuli:
    Auf jeden Fall! Vongole sind bei mir in den TopTen!

    @bolli:
    In München zeigt man wohl gern. Was auch immer. Andere "Länder", andere Sitten.

    AntwortenLöschen
  5. Tolles Rezept mir der frischen Pasta. Vongole hatte ich schon ewig nicht mehr.

    AntwortenLöschen