Freitag, 26. November 2010

12 Monate - 12 Salate

Beim Stöbern in meinem Food-Archiv bin ich, man muss schon sagen, zum wiederholten Mal auf dieses ältere Projekt gestossen. Nur veröffentlicht hatte ich es im Blog bisher noch nicht. Vor ein paar Jahren hatte ich die Idee für einen Salatkalender, in dem jeden Monat ein Salat mit mehr oder weniger saisonalen Produkten vorgestellt werden sollte. 

Weg vom üblichen Standard mit Grünem Salat, Gurken,Tomaten und Konsorten, hin zu aussergewöhnlichen Kombinationen, das war damals der Hintergedanke. Auch das Designkonzept stand, Typographie und Bild waren zum Teil bereits detailliert ausgearbeitet.

Aber letztendlich erschienen mir auch meine Salatkreationen vom Ergebnis zu gewöhnlich, zu einfach. Damals für mich der Grund, das Ganze dann auch ad acta zu legen. Immerhin sind während des Projekts ein paar ganz passable Bilder entstanden.

Mal sehen, vielleicht wird es davon auch eine Neuauflage geben, dann vielleicht zusammen mit einem Salat-Profi, wer weiss?




























Geräucherter Lachs, Schwarzwurzel und Sternfrucht


























Überbackener Ziegenfrischkäsetaler mit Rauke und Beeren


























Meeresfrüchte mit Chicoree und Papaya 


























Kürbis, Serrano und Weintrauben


























Gebratene Jakobsmuschel, Kiwi und Kaviar

Angenehme Meeresfrüchtebegleitung

Sonntag, 14. November 2010

Ein einfaches Orangen-Dessert
























Ein Orangen-Dessert mit Granatapfel und karamellisierten Walnüssen. Auf die filetierten Orangenscheiben noch etwas Honig geben, und leicht mit Zimtpulver bestreuen. Zum Karamellisieren den (Rohr) Zucker zum gleichen Teil mit Wasser mischen, unter ständigem Rühren in einer Pfanne mit den Nüssen erhitzen,  bis keine Flüssigkeit mehr vorhanden ist. Dann die Hitze reduzieren und etwas Butter hinzugeben, die Walnüsse darin anrösten, bis sie die gewünschte Farbe bekommen. Im Rezept und in der Zubereitung völlig einfach. Einfach lecker.

Sonntag, 7. November 2010

Lammrücken mit Kürbis-Risotto und Steinpilzsauce
























Ich liebe zeitig frühe Marktbesuche, wenn das Angebot an Waren ganz frisch in den Auslagen liegt. Aber ein Besuch auf dem Markt kurz vor Ende kann zu ganz unverhofften Schnäppchen führen. Ein halbes Kilo Steinpilze für 2 Euro, da sage ich doch nicht nein! Zugegeben, der Ausschuss war dabei doch recht hoch, aber immerhin ein Blech mit Steinpilzscheiben ist es dann geworden, welches sich gerade zum Trocknen der Pilze im Ofen befindet. Das wird bereits ein kleiner Vorrat für den Winter werden. 
Für die (improvisierte) Sauce zum Lammrücken wurden zunächst einige Steinpilze in Butter angebraten, Karotten und Zwiebeln dazugegeben, Tomatenmark, mit Gemüsefond abgelöscht, etwas Wacholder und Lorbeer dazu, eingeköchelt, passiert, zum Schluss für die Bindung reichlich Butter montiert. Für das Kürbisrisotto Koriandersamen geröstet, gemörsert, eine rote Zwiebel und etwas Knoblauch feingehackt, etwas Hokkaidokürbis feingewürfelt, alles mit dem Reis in Butter angeschwitzt, mit Gemüsefond abgelöscht, gewürzt, zum Schluss noch frischen Thymian untergerührt.

Feiner Wein für kleines Geld
























Feiner Wein für kleines Geld

Neulich waren in meiner Küche wieder Vongole ( in der schlichten Tomatenvariante ) angesagt. Und vorab ein kleiner Salat mit gebratenen Garnelen. Nach erfolgreichem Einkauf beim Fischhändler bin ich dann in meiner Infrastruktur noch kurz um eine Ecke weiter. In Hamburg-Winterhude rund um den Mühlenkamp findet man Weinhändler fast an jeder Ecke, aber ein hiesiger, bestimmter Laden ist mir schon seit längerem aufgefallen, hat er doch ein recht interessantes Repertoire im Schaufenster. 

Zugegeben, bin zwar Genussmensch, aber wirklich nicht DER Weinexperte. Die immense Vielfalt an Weinen offenbart sich für mich in einem unbekannten Kosmos an Geschmack und Aromen, den es für mich, gerade in Verbindung mit Essen, immer neu zu entdecken gilt. Da liess ich mir die Weinempfehlung zu Vongole dann gern vom Händler geben. Da ich nach einem Veltliner fragte, wurde mir der 2008er Veltliner von Markowitsch nahegelegt. Als eine alternative, weitere Empfehlung nahmen wir dann noch den 2009er Riesling von Dr.Loosen mit. Geschmacklich machte dabei für mich persönlich doch der Veltliner das Rennen. 

Fazit: erstens: beides sind zwei feine, mehr als preiswerte Weine, die hervorragend zu den Vongole passten. Zweitens, der Weinhändler wird mich auch zukünftig wiedersehen, und drittens, mein Blog ist jetzt um die Kategorie "Weine" reicher geworden.