Donnerstag, 23. September 2010

Garnelen mit scharfem Linsencurry und Korianderdipp












Garnelen mit scharfem Linsencurry und Korianderdipp
Wenn wir schon beim Thema der "geliebten" Lebensmittel sind (siehe letztes Posting), in dieser Zubereitungsart schmecken mir auch Linsen. Hier werden sie in etwas Gemüsefond gekocht, sehr scharf gewürzt mit einem Curry Jaipur, extra Curryblätter, extra geröstetem und gemörsertem Koriander und Kreuzkümmel, ein paar Chillies, Salz, Pfeffer. 
Dazu als Kontrast ein Dipp aus Joghurt, Limettensaft, reichlich frischem Koriander, etwas Salz. Garnelen in Butterschmalz gegart. Nicht, das ich mir nicht Zeit in der Küche nehmen würde, aber die Zubereitung hat gerade mal eine Viertelstunde in Anspruch genommen. Ein schnelles, leckeres Mittagessen.

Gedämpfter Heilbutt mit Birnen-Rahmwirsing


























In der Küche mache ich es mir auch zur Aufgabe, ausgerechnet die Lebensmittel zu verwenden, die mich in meiner Kindheit ernährungstechnisch eher traumatisiert hatten, ob es nun Sauerkraut, Linsen Spinat oder eben auch der Wirsing war. Mich heute ausgerechnet mit diesen Lebensmitteln kochtechnisch neu auseinanderzusetzen ist für mich mittlerweile ein großer Anreiz mit ungeahnten und neu entdeckten Geschmackserlebnissen geworden. 

Bei meiner Recherche zu Wirsing hatte ich nun aktuell ein Salatrezept entdeckt, wo er unter anderem mit Birne kombiniert wurde. Das klang gut. Warum die Birne nicht auch in einem Rahmwirsing verwenden, denn den hatte ich bereits hier schon ausprobiert. Getestet habe ich diese Kombination mittlerweile das zweite Mal, hier als Beilage zu einem gedämpften Heilbutt, den wiederum nur mit etwas Zitronensaft, Salz und Pfeffer gewürzt. Die Birne im Rahmwirsing dazu funktioniert, wenn sie vor allem noch nicht vollreif süß, sondern eher säuerlich und  fruchtig schmeckt.

Hat eigentlich schon die Erntezeit für Birnen begonnen?Da hat man in Hamburg mit dem Alten Land das größte Obstanbaugebiet Europas vor der Tür, und was mache ich? Ich verwendete hier die Birnensorte "Abate Fetel", importiert aus Italien. So ist das halt, wenn man gerade nicht den regionalen Markt besuchen kann, sondern mal eben schnell auf das Angebot im Supermarkt zurückgreifen muss.


Montag, 13. September 2010

Gekräuterter Lammrücken mit Steinpilzen und Thymianrisotto























Da war ich mir dann während des Kochens so gar nicht mehr sicher: mache ich nun ein Steinpilzrisotto zum Lamm und dazu eine eher thymianlastige Sauce, oder zum Lamm ein Thymianrisotto mit Steinpilzen und eine Art Steinpilzsauce? Neben den frischen Steinpilzen hatte ich diese auch noch in pulverisierter Form vorrätig. Wie man an den Bildern sehen kann, setzte sich meine Entschlusslosigkeit dann auch noch beim Anrichten fort. Egal wie es nun auch kombiniert wurde, lecker wars. Es muss in der Kombi zu Steinpilzen nicht immer Rinderfilet sein..

Der Lammrücken wurde über Nacht klassisch mariniert mit Thymian, Rosmarin, Knoblauch und etwas Olivenöl. Für die Sauce wurde eine gehackte Schalotte und etwas Karotte in Butter angeschwitzt, etwas Tomatenmark dazugegeben, leicht angeröstet, mit Gemüsefond und etwas Rotwein abgelöscht. Thymian dazu, Lorbeer, und ein paar Wacholderbeeren, etwas später Steinpilzpulver dazu, einreduziert, passiert, wieder erhitzt, abgeschmeckt mit Salz und Pfeffer, kalte Butter montiert. Ist ausbaufähig und wird von der Idee wiederholt.







Samstag, 11. September 2010

Vongole...es ist wieder soweit!

Schon seit Wochen habe ich mich insgeheim darauf gefreut: Nun hat mein Fischhändler auch wieder die kleinen leckeren Venusmuscheln im Angebot! Gerne esse ich sie in einer schlichten Tomatenvariante, hier habe ich sie mit Fenchelsamen und Orangenschale zubereitet. Dazu gab es selbstgemachte Tagliatelle.

Zutaten (für 2 Portionen): 

1/2 Kilo Vongole 
1-2 Knoblauchzehen 
3-4 kleine Schalotten 
1 große Chili, getrocknet 
4 EL Olivenöl 
1/2 EL Fenchelsamen 
1 -2 EL Schale einer unbehandelten Orange  
Salz und weisser Pfeffer, frisch gemahlen 
etwas glatte Petersilie 
100 ml Weisswein, trocken 


Zubereitung: 

Die Muscheln reinigen, ungefähr für 1 Stunde in kaltes Wasser legen. In der Zwischenzeit den Teig zubereiten und im Kühlschrank beiseite stellen. Den Fenchelsamen in einer Pfanne ohne Fett anrösten. Die Orange mit heißem Wasser reinigen, etwas Schale mit einem Sparschäler abziehen und in sehr feine Streifen schneiden. 
Chilischote entkernen und sehr feinhacken. Den Knoblauch fein hacken, und die Schalotten in kleine Würfel schneiden. Das Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, und Knoblauch, Zwiebeln, Fenchelsamen und Chili ca. 3 Minuten bei mittlerer Hitze andünsten. Die Muscheln in einem Sieb gut abtropfen lassen. Währenddessen den vorher ausgerollten und in Streifen geschnittene Teig in reichlich gesalzenes, leicht kochenendes Wasser geben. 
Wein, Muscheln und die Orangenschale in die Pfanne geben, mit Pfeffer würzen, und mit geschlossenem Deckel ca. 7 Minuten köcheln. Die Tagliatelle nach ca. 4 Minuten in einem Sieb abschütten und anschließend mit in die Pfanne geben, noch ca. 1 Minute mit den Muscheln in der Pfanne schwenken. 

Mittwoch, 1. September 2010

Forellenfilet, Rote Beete mit Meerrettichsauce

























Gestern bin ich dann doch noch fündig geworden und nun stolzer Besitzer einer Meerrettichwurzel..( siehe letztes Posting..) Und weil die Kombi Fisch, Rote Beete und Meerrettich so lecker ist, gab es heute noch diese Variante mit einem Forellenfilet, das auf der Hautseite kross gebraten wurde. Inspiriert wurde ich dabei von einem Rezept aus einer Kochzeitschrift, bei dem mir vor allem die Idee mit den Meerrettichspänen gefallen hat. Nun ja, die braucht man nicht wirklich unbedingt. Im Original gab es Zander, den gab es aber bei meinem Fischhändler nicht. Und da gerade nicht vorrätig, habe ich bei der Sauce auf Weisswein und Wermut verzichtet. Nur eine Schalotte angeschwitzt, mit Fischfond abgelöscht, einreduziert, Sahne dazu, wieder einreduziert, den geriebenen Meerrettich hineingegeben, nur mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abgeschmeckt. Zum Schluss nach eigenem Gusto noch etwas Petersilienpesto dazu. War lecker, nur jetzt reicht es erst einmal wieder eine Zeit lang mit Roter Beete, und der Meerrettich, der hält sich ja.