Mittwoch, 24. Februar 2010

Hummus, Mutabbal & Falafel

Sehr schön! Ich stehe hier in meiner Küche im winterkalten Hamburg, und koche mir einfach ein paar Wüstenfarben! 
























Auberginen aus dem Backofen, für das Mutabbal..
























Geröstete Sesamsaat...



Hummus
























Fladenbrote
























Mutabbal, pur ohne Deko..
























Sesamsauce
























Falafelversuch...






HUMMUS

Zutaten:

250g Kichererbsen
2 Knoblauchzehen
ca. 70 g Tahin
3-4 EL Zitronensaft
Salz 
etwas Sesamsaat
etwas Öl

Zubereitung:

Auch hier griff ich praktischerweise auf konservierte Ware zurück. Die Kichererbsen unter fliessendem Wasser in einem Sieb abspülen. Knoblauch schälen, hacken und in Olivenöl anschwitzen. Kichererbsen mit Tahin, Zitronensaft,dem Knoblauch und ca. 150ml Wasser vermengen und pürieren. Mit Salz abschmecken. Geröstete Sesamsaat auf Hummus streuen.


FALAFEL

Zutaten:

250 g Kichererbsen
1 Schalotte
2 Knoblauchzehen
1 kleine Handvoll Koriander, frisch
 ein paar Stängel Petersilie, glatt
etwas Koriandersamen
etwas Cuminsamen
eine Prise Zimt
etwas Backpulver
Salz und Pfeffer, schwarz
Sesamsaat 
neutrales Öl 

Zubereitung:
Bei den Kichererbsen griff ich auf konservierte Ware zurück.Natürlich kann man auch getrocknete Erbsen verwenden, und diese über Nacht einweichen. Zwiebel und Knoblauch schälen, grob hacken. Cumin- und Koriandersamen anrösten, feinmörsern.Erbsen mit Zwiebeln,Knoblauch und den Kräutern pürieren. 50 ml Wasser, 1/2 TL Backpulver und Gewürze dazugeben, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Aus dem Teig Bällchen formen,in Sesamsaat wälzen, und in Öl frittieren.




SESAMSAUCE

80 g Sesampaste
80 g Joghurt natur
Salz und Cayennepfeffer
3 EL Zitronensaft

Alle Zutaten miteinander verrühren. Je nach gewünschter Konsistenz etwas Wasser dazugeben.  




MUTABBAL

Zutaten:

2 Auberginen
1-2 Knoblauchzehen
ca 60g Tahin
120 g Joghurt natur
3 EL Zitronensaft
Salz und Pfeffer, schwarz und frisch gemahlen
1 TL Cumin, gemahlen
Olivenöl

Zubereitung:

Auch hier war wieder das schöne Buch: "Mezze - ein Genuss" meine Vorlage. Die Auberginen halbieren, und mit der Schnittfläche nach oben auf Backpapier legen, und in den vorgeheizten Ofen ( 220 Grad) geben, vorher die Haut noch etwas einstechen.Ca. 20-30 Minuten grillen, bis die Auberginen weich sind.Herausnehmen und abkühlen lassen.
Das Fruchtfleisch mit einem Löffel aus der Auberrgine lösen, anschließend in ein Sieb geben und möglichst viel Flüssigkeit herausdrücken. Knoblauch schälen, feinhacken. Auberginenfleisch mit Tahin,Joghurt, Knoblauch und Zitronensaft pürieren, mit Cumin,Salz und Pfeffer abschmecken.



FLADENBROT

500 g Weizenmehl
2 TL Salz
3-4 EL Olivenöl
ca. 300 ml Wasser

Mehl in eine Schüssel sieben, mit Salz vermischen, Öl dazugeben. Mit dem Wasser zu einem festen Teig kneten. Teig abdecken und 30 Minuten ruhen lassen.Backofen auf 200 Grad vorheizen. Den Teig in gleich große Portionen teilen, zu Kugeln formen, und anschliessend zu Fladen ausrollen.Ca. 15 Minuten im Ofen backen.



Die Falafel waren lecker,die Konsistenz war leider daneben. Ich hatte wohl zu viel Flüssigkeit verwendet. Fritieren hatte auch nicht so richtig funktioniert, insofern habe ich die Sesambällchen in einer Pfanne vorsichtig angeröstet. Und dabei löste sich leider die Sesamsaat vom Teig. Nunja, es waren auch meiner ersten Falafel. Die nächsten werden garantiert besser werden. Und nach den Wüstenfarben freue ich mich jetzt auf Buntes, vielleicht auf Koriander, Granatapfelkerne, Safran..mal sehen.








Dienstag, 23. Februar 2010

Ravioli mit Spinat-Frischkäsefüllung an Tomaten-Kardamomsauce
























Die Raviolifüllung konnte ich mir geschmacklich bereits gut vorstellen, nicht aber die Kombi zur Tomaten-Kardamomsauce. Hammer! Das Originalrezept ist von Herrn Schuhbeck, meine hier veröffentlichten Aufzeichnungen sind nur aus dem Gedächtnis an einen wunderschönen Kochmittag mit Freunden heraus entstanden. Die hier gemachten Rezeptangaben entsprechen sicherlich nicht mehr dem Originalrezept, sind wohl aber geschmacklich nahe dran. Vanillezucker und Kardamom werde ich von nun an auch zukünftig ab und an meinen Tomatensaucen beifügen.

Zutaten:

Sauce:

500 gr Tomaten gestückelt, aus der Dose
2-3 EL Tomatenmark
1/2 Schalotte
1-2 Knoblauchzehen
nach Bedarf Gemüsebrühe
2-3 TL Kardamom
Zimt
Vanillezucker
Chili, getrocknet
Salz und Pfeffer

Füllung:

Spinat
Frischkäse (hoher Fettanteil)
einige Zweiglein Thymian, frisch
Zitronenabrieb
etwas Chili
1/2 Schalotte
Salz und Pfeffer, schwarz

Pasta:

ein Eigelb pro Person
ein Vollei
Menge Instantmehl und Hartweizengriess je nach Eimenge
etwas Olivenöl
etwas Salz

Dienstag, 16. Februar 2010

Geröstetes Pita mit Kichererbsen-Chili-Dip
























Ein kleiner, feiner orientalischer Snack. Das vegetarische Fingerfood ist easy zum Zubereiten, passt sehr gut zu weiteren Mezze oder zu einem Buffet mit anderen "1001" Häppchen.

Zutaten:

1 Dose Kichererbsen á 200 g
40 ml Olivenöl
1 Knoblauchzehe, sehr fein gehackt
Saft von 1 Zitrone
etwas Salz
1 TL Kreuzkümmel
1 kleine rote Zwiebel, fein gehackt
etwas Koriandergrün, fein gehackt
etwas Minze, fein gehackt
1 rote Chili, fein gehackt
ca. 70 g Fetakäse, zerkrümelt
1 EL Pome Granate ( Granatapfelsirup ) 
Pitabrote

Zubereitung:

Das Pita-Brot wird in Dreiecke geschnitten, mit Olivenöl beträufelt und mit Salz und Pfeffer gewürzt. So kommt es ca. 8-10 Minuten in den vorgeheizten Ofen, bis es angeröstet ist. Abkühlen lassen.
In der Zwischenzeit Kichererbsen, Olivenöl, Zitronensaft, Knoblauch und Salz grob pürieren. Davon kleine Portionen auf den Pitastücken verteilen, jeweils etwas Fetakäse darübergeben, anschließend Kreuzkümmel, rote Zwiebel, Minze, Koriander und Chilis darauf verteilen.Kurz vor dem Servieren etwas Pome Granate darüberträufeln.

Freitag, 12. Februar 2010

Parmesan-Minze-Risotto mit Seeteufel-Tomaten-Spießchen



Inspiriert wurde ich hier wieder einmal von einem Rezept von Marcello Fabbri. Dieses Gericht eignet sich als Vorspeise oder auch als Zwischengang. Im Original werden für die Spieße Lotte sowie sizilianische "Pendolini" -Tomaten verwendet. 

Schwierig zu finden. Heute Mittag auf dem Isemarkt versicherte mir immerhin die Verkäuferin, dass die Kirschtomaten wirklich aus Sizilien kommen. Immerhin. Mitte Februar im winterlichen Hamburg sollte man dann schon wählerisch sein. Und in der Tat, ob nun Pendolini oder nicht, die Tomaten waren in der reif und fruchtig, mit einer leichten, süßen Note. Als Lotte-Ersatz griff ich wieder auf die bewährten Seeteufelbäckchen zurück. 

Die Minze im Risotto klingt sicherlich außergewöhnlich, aber die Aromen harmonieren wunderbar miteinander.  Der Koch gibt am Ende noch den Tipp, das Gericht mit etwas reduziertem, altem Balsamico zu garnieren. Also hatte ich es dann (nach dem Foto-Teller) entsprechend auch getestet, es ist wirklich sehr lecker. Das folgende Rezept habe ich so zubereitet:

Zutaten:

160 g Risottoreis ( Arborio )
700 ml Fischfond
300 ml Gemüsebrühe (kein Fischfond mehr vorrätig)
50 ml Weisswein, trocken
40-50 g Parmigiano
ca 80 g Butter
6-8 Minzeblätter
1 Schalotte

Für den Spiess ( pro Person )

4 Rosmarinzweige
1 etwas grösseres Seeteufelbäckchen
4 Kirschtomaten, reif und fruchtig
etwas Butterschmalz
etwas Mehl
Salz und Pfeffer, schwarz


Zubereitung:

Schalotte klein schneiden und mit etwas Butter anschwitzen, Risotto dazugeben und leicht anschwitzen lassen. Mit dem Wein ablöschen, komplett verdunsten lassen und nach und nach Fond dazugeben und jeweils einkochen lassen.

In der Zwischenzeit die Tomaten schälen, eventuell die Haut an den Seeteufelbäckchen entfernen, den Fisch in 4 kleinere
Häppchen schneiden und mit etwas Mehl bestäuben. Die Blätter von den unteren zwei Dritteln des Rosmarinzweiges entfernen und als Spieß verwenden, jeweils mit einer Tomate und einem Stück Seeteufel bestücken. 

Butterschmalz in der Pfanne erhitzen, die Spiesse vorsichtig von allen Seiten kurz anbraten, leicht salzen, pfeffern, und anschliessend im vorgeheizten Ofen die Garzeit enden lassen.

Nach etwa einer Viertelstunde das Risotto vom Herd nehmen und ca. 50 g Butter und den geriebenen Parmesan zum Risotto geben. Einige Minuten ziehen lassen, ohne zu rühren. Das Ganze schwenken, und die vorab feingeschnittene Minze untermischen. Die Spiesse auf dem fertigem Risotto servieren.


Donnerstag, 11. Februar 2010

Glückliche Bratkartoffeln

Bratkartoffeln mögen weder zu viel Fett - noch zu viel Hitze, weder angebrannte Zwiebeln noch fettige Speckschwarten. Bratkartoffeln mögen weder ungeduldige, lieblose Köche, noch kleine, überfüllte Pfannen.Das haben sie auch wirklich nicht verdient.
Bratkartoffeln benötigen schon ein wenig Aufmerksamkeit und Zuwendung. Und natürlich jede Menge Geduld.Dann danken sie es einem und werden auch so wie sein sollen: aussen gleichmäßig schön knusprig und innen locker weich. 

Los geht es mit einem ausgiebigem Salzwasserbad. Fast gar gekocht und wieder abgekühlt, werden die Kartoffeln in gleichmäßige, 1/2 cm dicke Scheiben geschnitten.
























In etwas Butterschmalz fühlen sich die Scheiben bei kleiner Hitze sehr wohl, vor allem, wenn es dabei untereinander nicht so eng zugeht..

























Nach ungefähr einer Viertelstunde  möchte jede Scheibe für sich ein wenig Aufmerksamkeit bekommen, um auch einmal vorsichtig auf die andere Seite gedreht zu werden..

























Und nach ungefähr einer weiteren Viertelstunde das gleiche Prozedere noch einmal..die andere Seite will nun schließlich auch wieder einmal ran...





..und wieder, und noch einmal, bis sie ungefähr nach einer Stunde eine schöne Färbung bekommen haben. Nun erhalten die Kartoffeln zum Schluss Gesellschaft von etwas magerem, feingewürfelten Schinkenspeck, mit dem sie in der Pfanne geschwenkt werden. Ist der Speck leicht angeröstet, dann sind die Kartoffeln auch so langsam servierfertig.

























Hier Meersalz, etwas schwarzer Pfeffer frisch aus der Mühle, ein wenig feingehackte, glatte Petersilie: das gefällt nicht nur den Bratkartoffeln sehr. Sehen sie nicht glücklich aus?


Sonntag, 7. Februar 2010

Fingerfood, Fingerfood, Fingerfood.

Nach einer gewissen Küchenabstinenz hatte ich wieder so richtig Lust auf diverse Geschmäcker bekommen. "Tapas, Mezze, Antipasti " von Jennifer Joyce war dabei eine gute Inspiration.Die Rezepte bzw. die Zutaten waren für meine Küche dabei nicht unbedingt etwas Neues, aber ich hatte auf einmal Lust auf Fleisch, Fisch, Gemüse, ach, auf alles irgendwie bekommen, ....ich liebe einfach diese kleinen Häppchen, die man so ganz nebenbei auch ohne Besteck geniessen kann... dabei sind beim Ausprobieren letztendlich nur die Zucchiniröllchen dicht am Original geblieben.
















Zucchiniröllchen mit Minze, Chili und Ziegenkäse



Zutaten:

1 Zucchini
etwas Olivenöl
Salz und pfeffer
2 rote Chilis, frisch, mittelscharf
etwas Schnittlauch
ca. 50 gr Ziegenkäse, mild
ein paar Zweiglein Minze
eine kleine Handvoll Rauke (hier Pfefferrauke)


Zubereitung:

Die Grillpfanne vorheizen, etwas Öl hineingeben. Die Zucchini in dünne Streifen schneiden, mit Salz und Pfeffer würzen, in die Pfanne geben.Auf beiden Seiten braten, bis sie Streifen bekommen. Zum Entfetten auf Küchenpapier beiseite stellen. Nun ín die benützte Pfanne die entkernten, in dünne Streifen  geschnittenen Chilis geben und anrösten.Ebenfalls auf Küchenpapier entfetten.Schnittlauchhalme kurz blanchieren, dann auf Küchenpapier abtropfen lassen. Die Zucchinistreifen mit Ziegenkäse bestreichen,jeweils einige Blätter Rauke, Minze und Chilistreifen so auf das eine Ende legen, dass sie an der Seite überstehen. Vorsichtig aufrollen und mit dem Schnittlauch zusammenbinden.





Seeteufelbäckchen-Zitrus-Brochettes mit Granatapfel-Dip

Im Originalrezept wurde Schwertfisch verwendet, hier habe ich Seeteufelbäckchen genommen, da sich das feste Fleisch ebenfall bestens zum Grillen eignet. Als Spiesse habe ich Zitronengras verwendet. Schön an diesem einfachen Rezept ist die Marinade u.a. mit Chili, Fenchelsamen, Zitronen- und Orangenabrieb. Die Fenchelsamen hatte ich wie gewohnt zuerst in einer Pfanne etwas angeröstet.

Zutaten:

etwas Olivenöl
einige Seeteufelbäckchen
1 Knoblauchzehe
etwas Schale von unbehandelter Orange & Zitrone
etwas getrockneter Chili
etwas Fenchelsamen
Salz & Pfeffer, frisch aus der Mühle

Die Bäckchen in einer Marinade aus etwas Olivenöl, feingeschnittenem Knoblauch und Zitronen- und Orangen-schalenabrieb geben.  Die gemörserten Fenchelsamen und Chili zur Marinade geben, salzen und pfeffern, und für ca. 30 Minuten in den Kühlschrank stellen. Den Granatapfel-Dip, bestehend aus Granatapfelsirup,Knoblauch, Zimt Salz, Zucker und Olivenöl, hatte ich zwar bereits zubereitet, aber in der ausnahmsweisen Hektik beim Servieren völlig vergessen. Ehrich gesagt, habe ich ihn bei dieser schlichten Zutatenkombi auch gar nicht wirklich weiter  vermisst.






















Thymian-Lammkoteletts mit Minz-Petersiliensauce


Minz-Petersiliensauce

2 Handvoll frische Minzblätter, feingehackt
2 EL Petersilie, glatt und feingehackt
1TL Kapern, fein gehackt
1 Anchovis fein gehackt
1 EL Zucker
3 EL Rotweinessig
4 EL Olivenöl

Alle Zutaten in einer Schüssel gründlich vermischen.Die Koteletts sind auch fingerfoodtauglich, wenn man vor der Zubereitung den Fettrand entfernt. Die Lammkoteletts wurden klassisch über Nacht mariniert in etwas Olivenöl, zerdrückten Knoblauchzehen und einigen Zweiglein Thymian. Gespannt war ich auf die Minzsauce, die ich zu Lamm zwar empfohlen, aber zuvor nie selbst ausprobiert hatte. Der Geschmack der Minze bringt eine "frische" Note in das Gericht hinein.Es war wie erwartet lecker, nur würde ich es nicht gleich nochmal nachkochen  wollen.Vielleicht war da gegenüber dem Originalrezept auch mein Austausch von Rotweinessig gegen etwas Zitrone, sowie das Fehlen von Kapern dabei mitentscheidend, wer weiss.


Freitag, 5. Februar 2010

Nur kurz gesehen und gleich nachgekocht..

























Heute morgen, nach einer von berufswegen längeren Pause wieder bei den Foodblogs unterwegs, hatte ich u.a. Eline´s Posting der Involtini entdeckt. Die haben mir spontan so gut gefallen und mir dermaßen den Mund wässrig gemacht, dass ich das Gericht heute Mittag gleich nachgekocht habe. Geschmacklich ganz meine Wellenlänge: ein einfaches und minimalistisches  Gericht,  wobei vor allem natürlich die Qualität der verwendeten Produkte entscheidend ist. Ähem, auch wenn ich in diesem Fall  die Tagliatelle nur "selbstgekauft" hatte...