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Freitag, 12. Februar 2010

Parmesan-Minze-Risotto mit Seeteufel-Tomaten-Spießchen



Inspiriert wurde ich hier wieder einmal von einem Rezept von Marcello Fabbri. Dieses Gericht eignet sich als Vorspeise oder auch als Zwischengang. Im Original werden für die Spieße Lotte sowie sizilianische "Pendolini" -Tomaten verwendet. 

Schwierig zu finden. Heute Mittag auf dem Isemarkt versicherte mir immerhin die Verkäuferin, dass die Kirschtomaten wirklich aus Sizilien kommen. Immerhin. Mitte Februar im winterlichen Hamburg sollte man dann schon wählerisch sein. Und in der Tat, ob nun Pendolini oder nicht, die Tomaten waren in der reif und fruchtig, mit einer leichten, süßen Note. Als Lotte-Ersatz griff ich wieder auf die bewährten Seeteufelbäckchen zurück. 

Die Minze im Risotto klingt sicherlich außergewöhnlich, aber die Aromen harmonieren wunderbar miteinander.  Der Koch gibt am Ende noch den Tipp, das Gericht mit etwas reduziertem, altem Balsamico zu garnieren. Also hatte ich es dann (nach dem Foto-Teller) entsprechend auch getestet, es ist wirklich sehr lecker. Das folgende Rezept habe ich so zubereitet:

Zutaten:

160 g Risottoreis ( Arborio )
700 ml Fischfond
300 ml Gemüsebrühe (kein Fischfond mehr vorrätig)
50 ml Weisswein, trocken
40-50 g Parmigiano
ca 80 g Butter
6-8 Minzeblätter
1 Schalotte

Für den Spiess ( pro Person )

4 Rosmarinzweige
1 etwas grösseres Seeteufelbäckchen
4 Kirschtomaten, reif und fruchtig
etwas Butterschmalz
etwas Mehl
Salz und Pfeffer, schwarz


Zubereitung:

Schalotte klein schneiden und mit etwas Butter anschwitzen, Risotto dazugeben und leicht anschwitzen lassen. Mit dem Wein ablöschen, komplett verdunsten lassen und nach und nach Fond dazugeben und jeweils einkochen lassen.

In der Zwischenzeit die Tomaten schälen, eventuell die Haut an den Seeteufelbäckchen entfernen, den Fisch in 4 kleinere
Häppchen schneiden und mit etwas Mehl bestäuben. Die Blätter von den unteren zwei Dritteln des Rosmarinzweiges entfernen und als Spieß verwenden, jeweils mit einer Tomate und einem Stück Seeteufel bestücken. 

Butterschmalz in der Pfanne erhitzen, die Spiesse vorsichtig von allen Seiten kurz anbraten, leicht salzen, pfeffern, und anschliessend im vorgeheizten Ofen die Garzeit enden lassen.

Nach etwa einer Viertelstunde das Risotto vom Herd nehmen und ca. 50 g Butter und den geriebenen Parmesan zum Risotto geben. Einige Minuten ziehen lassen, ohne zu rühren. Das Ganze schwenken, und die vorab feingeschnittene Minze untermischen. Die Spiesse auf dem fertigem Risotto servieren.


Kommentare:

  1. Erstaunlich, dass man auch im tiefsten Winter immer wieder kleine Tomätchen findet, die gut schmecken.
    Minze in einem Parmesanrisotto habe ich noch nie probiert in einem Risotto. Gemäss foodpairing-trees soll das ja zusammenpassen.

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  2. Es ist wirklich erstaunlich. Tomatenmäßig greife ich im Winter ja normalerweise zur Dose.
    Die Geschmackskombi mit Minze ist einfach nur empfehlenswert!
    Foodpairing-Trees war mir wiederum bisher kein Begriff- aber vermittelt anscheinend genau das, was mir bei der Zusammenstellung der Aromen zukünftig hilfreich sein könnte.

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  3. super - ich stell mir das super mit der Minze vor... ich hatte diese Woche auch einen Risotto tag - aber ganz anders - Deine Version würde mir noch besser gefallen - ich mag ja eigentlich nicht so gerne Risotto allerdings Deines klingt frisch und das finde ich spannend

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  4. @Alissa: Falls du es einmal ausprobieren solltest:
    Vorsichtig mit der Minze umgehen! Im Originalrezept war von 4 Minzblättern die Rede, ich verwendete deutlich mehr, aber es waren anscheinend weniger aromatische Blätter. In der Kombi ergänzt es sich auf angenehme Weise mit den anderen Zutaten zu einem ganz eigenen Geschmackserlebnis.

    @chezuli: merci.

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